Also – Das „störrische Wörtchen“

verweist auf Herta Müller und ihre Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat. Fragen wie „Wo komme ich her?“ und „Wo gehöre ich hin?“ beschäftigen auch den Dresdner Meisterschüler Michael Klipphahn, der in seinen aktuellen Arbeiten nach Antworten dafür sucht. Nachdenklich, ohne schwermütig oder nostalgisch zu sein. Humorvoll anmahnend, ohne denunzierend oder leichtfüßig zu sein. Auffällig bunt, ohne plakativ zu sein.
Dabei entstehen Verhüllungen und Entstellungen der aus der populären Medienwelt entnommenen Gruppen- und Einzelbildnisse, die eine neue Dimension zwischen Schein und Sein ergründen. Es ist fraglich, ob eine künstlich wirkende, arrangierte Jugendkultur zu ihrer tatsächlichen Identität finden kann. Was bleibt ALSO?

„Im weitesten Sinne Abbild von Jugendkultur, können seine Gruppenbildnisse als Seismograph der Gegenwart gelesen werden.“

Gwendolin Kremer, Dresden

Michael Klipphahn schloss sein Malereistudium 2012 an der Hochschule für Bildende Künste mit Auszeichnung ab und ist seit dem Meisterschüler bei Prof. Ralf Kerbach. Im gleichen Jahr erhielt er ein Stipendium der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Bereits 2011 beteiligte sich der 1987 in Riesa Geborene an der Ausstellung „Kunststudenten stellen aus“ in der Bundeskunsthalle in Bonn.

D|E