Nur Sonntagsmaler malen gern.

Dieses zunächst etwas irritierende Statement stammt von dem Hamburger Maler und Kunstkritiker Hans Platschek.

Er erteilt damit schlichten Gemütern, die der Ansicht sind, das Auftragen von Farbe auf den Malgrund, die Arbeit an der Druckpresse oder am Zeichentisch, diene der Entspannung und dem kurzweiligen Zeitvertreib – eine entschiedene und pointierte Abfuhr. Nichts desto Trotz kann das Herstellen von gemalten Bildern, Grafiken und Zeichnungen in seltenen Momenten glücklich machen und massive Zufriedenheit mit sich bringen. Ja sogar Euphorie zur Folge haben! Und zwar dann, wenn etwas gelungen scheint, dass so noch nicht gesehen wurde. Die Arbeit eine Erfindung birgt, die auch den Macher, die Macherin selbst überrascht.

Die Meisterschüler kennen diesen Zustand.

Nach ihren Jahren an der Kunsthochschule, nach vielen anfänglichen Übungen, Versuchen und manchmal auch Verirrungen, nimmt das, was sie im Moment tun schärfere und eigensinnigere Konturen an. Sie haben sich selbstbewusst und unabhängig voneinander zum Ende des Hauptstudiums für ein individuelles künstlerisches Anliegen entschieden, dass in der Meisterschülerzeit nun ungebrochen im Zentrum ihres Interesses steht. Egal ob es sich dabei um einen provozierenden Bildstoff oder eine besondere grafische Technik, eine klare Bildaussage oder die malerische Lösung einer diffusen Stimmung, einen zart lasierenden oder pastosen Farbauftrag, eine monochrome oder stark kontrastierende Wiedergabe der Dinge handelt – die Entscheidung dafür ist nicht einer spontanen Eingebung oder einer Laune geschuldet – sie ist in jedem einzelnen Falle erarbeitet.
Und sie wird nicht endgültig sein. Dafür sind die Ausstellenden zu jung.

Sie alle haben Humor – aber das, was sie tun, ist KEIN SPAß.
Mit ihnen ist auf jeden Fall zu rechnen!

Prof. Annette Schröter im Januar 2014

Mona Broschár ist 1985 in Bad-Säckingen geboren. Von 2006 bis 2012 studierte sie Malerei und Grafik an der HGB Leipzig und dem Erasmus Camberwell College of the Arts in London. Seit Sommer 2012 ist sie Schülerin der Meisterklasse.

Benjamin Dittrich, geboren 1987 in Düsseldorf, schloss sein Studium der Malerei und Grafik im Sommer 2012 an der HGB Leipzig mit Auszeichnung ab. Er ist seitdem Meisterschüler der Klasse von Prof. Annette Schröter.

Yuka Kashihara ist 1980 in Hiroshima geboren. Nachdem sie von 2002 bis 2006 an der Musashino Art University in Tokyo japanische Malerei studiert hat, war sie von 2007 bis 2013 an der HGB in Leipzig. Seit 2013 ist sie dort Meisterschülerin.

Heinrich Mauersberger, geboren 1987 in Leipzig, studierte von 2008 bis 2013 Malerei und Grafik an der HfbK Dresden bei Prof. Elke Hopfe und Prof. Ralf Kerbach. Seit Herbst 2013 ist er Meisterschüler an der HGB Leipzig.

Annette Schröter ist 1956 in Meissen geboren. Nach einer Ausbildung zur Porzellanmalerin studierte sie von 1977 bis 1982 bei Berhard Heisig an der HGB in Leipzig. Nach ihrer Übersiedelung nach Hamburg im Jahr 1985 kehrte sie 1997 zusammen mit ihrem Mann Erasmus Schröter nach Leipzig zurück, wo sie seit 2006 als Professorin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst tätig ist.

Robert Schwark ist 1983 in Burgstädt geboren. Von 2004 bis 2010 studierte er Malerei und Grafik an der HGB in Leipzig, wo er seit 2011 Schüler der Meisterklasse ist.

D|E