Zunächst ist es nur eine sanfte Schwingung.

Doch mit jeder neuen Amplitude formen sich Bilder. Hier bestimmen gewaltige Explosionen die Szenerie. Dort ziehen feine Nebelschwaden vorüber. Manchmal scheint es auch, als wäre schmelzendes Zelluloid im Moment des Filmrisses auf die Leinwand gebannt.

Dabei entstehen die einzelnen Szenen maßgeblich durch die Assoziationen des Betrachters. Die Künstlerin selbst erzählt mit ihren Bildern keine Geschichten. Dennoch sind ihre Arbeiten gewiss nicht stumm. Hoppes Intention ist der formale Prozess. Geradezu rabiat legt sie einst verborgene Farbschichten wieder frei und treibt die Destruktion dabei bis zur Zerstörung der Leinwand. Im Ergebnis zeigt sich diese aber keineswegs verwundet oder aufgebrochen. Alles scheint miteinander in einer glatten, fast unantastbaren Oberfläche zu verschmelzen.

Mit ihren aktuellen Gemälden befreit sich die Künstlerin von der Zweidimensionalität der Fläche. Angereichert mit figurativ wirkenden Elementen erfahren die Werke eine deutlich spürbare Tiefe. Die Motive sind aufwendig konstruiert. Sara Hoppe überlässt ihre Arbeit nicht dem Zufall. An sich zurückhaltende Farben wurden von der Künstlerin kraftvoll inszeniert.

Entstanden sind ausdrucksstarke und nachhaltig wirkende Gemälde. Jede einzelne versprüht eine enorme Intensität feiner Schwingungen, die Im fortdauernden Dialog des Betrachters mit den Werken zu gewaltigen Bildmotiven interferieren.

Sara Hoppe wurde 1983 in Dresden geboren. Sie absolvierte von 2006 bis 2011 das Studium der Bildenden Kunst an der HfBK in Dresden und studierte anschliessend zwei weitere Jahre in der Meisterklasse von Prof. Ralf Kerbach. Sara Hoppe lebt und arbeitet in Dresden.

D|E