Michael Klipphahn malt starkfarbige Portraits

imaginärer Figuren. Er stellt in zahlreichen Verkleidungen die subversive Teilhabe des Außenseitertums der aktuellen Generation in verschiedenen Arrangements von Personen und Personengruppen dar. Dabei treten durch Verweise aus malerischen Mustern und Zitaten aus Werbung und Printmedien ironisch-präzise die historischen und biologischen Zusammenhänge von Fragmenten menschlicher Wirklichkeit hervor. Er definiert dabei exakt die Grenzen und Problemfelder einer modernen Wissensgesellschaft und fokussiert sich auf das Lebensgefühl einer heranwachsenden Netzgeneration. Dabei sucht er in einer überhöht-artifiziellen Natur immer nach dem Moment hinter dem Moment, der Spanne zwischen Begebenheit und Situation, um der Wirklichkeit eine Fassung zu verleihen.
Langeweile, Isolation, soziale Klischees und die fälschliche Annahme des Alltäglichen als Standard der Sicherheit sind Themen seiner Malerei. Die Frage nach Sinn und Möglichkeit der kollektiven Gruppierung wird als eigentliche Frage nach der akuten Einsamkeit des Menschen enthüllt.

Michael Klipphahn schloss sein Malereistudium 2012 an der Hochschule für Bildende Künste mit Auszeichnung ab und ist seit dem Meisterschüler bei Prof. Ralf Kerbach. Im gleichen Jahr erhielt er ein Stipendium der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Bereits 2011 beteiligte sich der 1987 in Riesa Geborene an der Ausstellung „Kunststudenten stellen aus“ in der Bundeskunsthalle in Bonn.

D|E